So nun haben wir es mal geschafft und haben uns ins Nachtleben gestürzt. Aber aufgrund der Größe der Stadt mussten wir uns erst mal schlau machen wo und wie ein typischer Melbourner hier abfeiert. Also erst mal einen Drink zu Hause eingenommen und versucht im Internet einen Club zu finden der zu uns passt. Etwas mit Rock sollte es sein. Haben wir dann auch gefunden nur wenn man eindeutig ein vollkommenes Landei ist und sich in der großen weiten Stadt mit den vielen vielen Hochhäusern so gar nicht zurecht findet, kann man mitf 90%iger Sicherheit sagen, dass man den Club in den man möchte sicher nicht findet. Also immer der Maße an Partypeople nach und es wird sich schon was auftun. Hat es dann auch. Der Eingang dieses Clubs war ja noch etwas unscheinbar, könnte sich alles dahinter verbergen aber als wir dann drin waren, haben wir erst mal realisiert in was für ein Zeitalter es uns zurückgeworfen hat. Wir waren eindeutig back in the 80’s. Und eines schonmal vorweg, Teppich macht sich in einem Rockclub der mit einer grandiosen Metallica Coverband aufwartet überhaupt nicht gut *g*.
So also erstmal an die Bar und Drinks bestellen. Bier geht ja noch aber das Whiskey Bull muss man aber auch immer erklären 🙂 Als wir so an der Bar standen quatscht mich von der Seite ein Mädl an. Wie ich heiße und nachdem sie meinen eindeutig nicht australischen englischen Dialekt bemerkte, wo wir denn herkommen. Als wir ihr erklärten das wir von Österreich sind, flippte sie total aus. Eine Auswirkung dieser überschwänglichen Freude drückte sich dadurch aus, dass sie uns gleich mal durch den halben Club schleppte und uns geschätze 20 Leute vorstellte. Und ohne Witz alle aber wirklich alle waren in 80iger Jahre Rockerstyle gekleidet. Röhrenjeans, weiße Turnschuhe, lange Haare. Der Bassist der Metallica Coverband der sich als ihr Freund herausstellte, war angetan das es anscheinend auch genügend Metallica Fans in Österreich gibt (na da hama wieder super Werbung gemacht *g*) und etwas später fanden wir uns in einem sehr guten Gespräch mit einem Mitte 30iger Typen der uns stolz sein Bandfoto aus den 90igern präsentierte. Das Mädl hat uns dann noch darüber aufgeklärt, dass sie niemals Australien verlassen will, weil es ja überall sonst auf diesem Planeten so schweinsgefährlich ist. Jeder Versuch sie vom Gegenteil zu überzeugen, war zwecklos. 6 Stunden und gefühlte 10 Bier oder WhiskeyBull später, war der Laden immer noch brechend voll und der Teppich hatte sich mittlerweile in ein in Bier und andere Alkoholika getränktes Etwas verwandelt. Ich frag mich echt ob die den Teppich jede Woche rausreißen und einen neuen legen. Als die Lichter angingen war es Zeit heimzuwanken. Echt nicht einfach sich volltrunken in Melbourne zurechtzufinden. Nach kilometerlangen Irrwegen und unzähligen Versuchen ein Taxi zu ergattern, kamen wir zu Hause an.

Das war ein toller Abend und der Club sieht uns sicher wieder 🙂
So long
Klaus und Tatl


Und dann sind wir weiter und wirklich an jedem öffentlichen Stop den es gibt, haben auch wir Halt gemacht und Leute ich kann euch sagen, das zahlt sich aus. Es ist jede Küstenformation anders und einfach traumhaft schön.
Hightlight dieses Tages waren wohl die 12 Apostel. Die twelve apostles sind bis zu 60 Meter hohe, im Meer stehende Felsen aus Kalkstein und
sollen anscheinend nach Ayers Rock die meistfotgrafierteste Touristenattraktion in Australien sein.
Nach einer Nacht in Apollo Bay sind wir ein Stück zurück zum Cape Otway. Dort findet man einen der ältesten Leuchtürme Australiens. Er wurde 1848 als zweiter Leuchtturm Australien
s in Betrieb genommen. Früher diente dieses Cap als Platz für das Aborigine Volk der Katabanut. Für viele Schiffsbesatzungen im 19. Jahrhundert war der Leuchtturm von Cape Otway die erste Landmarke, die sie sahen, nach einer Reise von mehr als 15.000 km um Afrika herum und durch den indischen Ozean. Acht Schiffe erlitten an der Steilküste von Cape Otway Schiffbruch. 1994 wurde er erst außer Betrieb genommen.Und wir haben auch einen supernetten echten Leuchtturmwärter getroffen *g  Â
Wunderschön und unbedingt zu erkunden ist der Regenwald wie schon erwähnt. Farne, uralte Bäume und Wasserfälle. Sehr beeindruckend.


Letzte Woche stand Sydney auf dem Plan. 4 Tage insgesamt davon 2 Tage Arbeit. Ab Samstag hatten wir also Zeit endlich einmal herauszufinden, wo denn nun der Unterschied zwischen Sydney und Melbourne liegt. Dazu muss man wissen, dass zwischen Bürgern aus Sydney und Melbourne schon ewig eine Rivalität besteht. Spricht man mit einem Melbourner über Sydney sagt einem dieser mit 90%iger Sicherheit, dass man auf gar keinen Fall nach Sydney fliegen soll, da es dort sowieso nichts Interessantes zu sehen gäbe.
en Titel „Hauptstadt Australiens“ haben sich diese beiden Städte in der Geschichte gerankt. Dafür wurde dann Canberra gegründet. Diese Stadt liegt genau dazwischen und hat nicht einmal ein Drittel soviel Einwohner wie die beiden anderen Städte. Wenn sich zwei streiten, freut sich der Dritte.
Hafens war sehr interessant. Angefangen von Einwanderergeschichten, bis hin zur Bikinimode die Australien prägte konnte man sich über alles informieren.

Phil hat uns vom Flughafen abgeholt und kurz darauf konnten wir auch schon unser Apartment für die nächsten vier Tage beziehen.
Wochenende freuen und es sollte sich herausstellen, dass es genial werden würde.
Im Billabong Zoo haben wir uns dann alle informativen Shows angesehen die es zu jeder einzelnen Tierart gibt. Angefangen von den Schlagen über die Wombats (sehr nahe Verwandte zu den Koalas) dann Salzwasserkrokodile und später noch die Koalas. Naja und natürlich nutzen wir die Chance und ließen uns mit einem Koala fotografieren. Einen Koala auf dem Arm zu haben, ist genauso wie man sich das vorstellt. Weiches Fell und einfach nur verdammt knuddelig, lieb und man will einen mit Heim nehmen. Hätten wir davor nicht erfahren, dass Koalas 6Â Wochen lang Durchfall haben und sich die Jungen davon ernähren um an die Eukalyptusblätter gewöhnt zu werden, hätte ich das Tierchen nicht mehr her gegeben.
Wirklich klasse
ist, dass dort überall die Kangaroos frei rumhoppeln und man sie füttern darf. Etwas Angst einflössend kann es schon sein wenn du vor einem Kangaroo kniest es füttern willst, dieses Tierchen aber nicht mehr wirklich hungrig ist, es sich plötzlich aufrichtet, anfängt dir direkt in die Augen zu starren und in Boxer Stellung geht. Da hab ich dann doch versucht Meter zu gewinnen. Wir haben auch bemerkt, dass die Australier wirklich sehr große Salzwasserkrokodile besitzen. Ein Männchen kann schon mal 7m lang werden.
Am Sonntag sind wir dann mit der Fähre rüber nach Magnetic Island. Dort haben wir uns ein Mog ausgeliehen und sind auf der Insel etwas rum gefahren. Um einen ganz versteckten Strand zu erreichen, sind wir über einen Berg durch den Busch.
Zu diesem Zeitpunkt hatten wir dann das erste Mal etwas Angst auch freilebenden Schlangen oder Spinnen zu begegnen. Aber es lief alles gut und die Mühe war es wert. Siehe Fotos. Auf dieser Insel leben auch sehr viele wilde Koalas und wir hatten auch das Glück einen zu sehen. Natürlich schlafend, denn das ist ja die Hauptbeschäftigung eines Koalas für 19-20 Stunden am Tag. Ach ja und wir wurden aufgeklärt das Koalas absolut nicht vom Aussterben bedroht sind. Ganz im Gegenteil. In manchen Teilen Australiens hat die Population schon Überhand genommen. Das Einzige was in diesem Fall weniger wird sind die Eukalyptusbestände aber sicher nicht die Koalas. Für einen Aussi ist es unverständlich wie wir Europäer das nur glauben können 🙂
Townsville ist also allemahl eine Reise wert. Vor allem weil es noch nicht so touristisch ist wie man das vielleicht von anderen populäreren Plätzen kennt. It was just great.

nicht mehr als 3 Monate Winter hat, den ein abgehärteter Österreicher eher als angenehmen Herbst bezeichnen würde. Also das schlimmste was den Melbournern in diesem Jahr passiert ist, waren 2 Grad in der Nacht. Dazu muss man sagen das man hier in Melbourne nicht unbedingt von beständigem Wetter sprechen kann. 
Aber es ist nur hier im Süden „kalt“. Wir freuen uns schon riesig den Rest des Landes zu bereisen und somit auch den warmen Norden genießen können. Nächste Woche geht’s auch schon los. Wir werden ein paar Firmen einen Besuch abstatten und somit in fast jedem Teil dieses Kontinents etwas zu sehen bekommen. So werden wir Donnerstag und Freitag den Firmen widmen und das Wochenende für unsere Privatzeit nutzen und uns etwas umsehen, wo auch immer wir gerade sind.

